Weitere Maßnahmen

Im Zuge der Innenstadtkonzeption beschäftigt sich die Stadt Freising mit weiteren Projekten und Themen, deren Planung und Umsetzung vorangetrieben wird. Es folgt auf dieser Seite eine Übersicht mit Kurzbeschreibung wichtiger Punkte.

Asamgebäude

Das stark renovierungsbedürftige Asamgebäude wird grundlegend modernisiert und zum Kultur- und Bürgerzentrum. Saniert wird auch der wunderschöne Theatersaal. Dem Stadtmuseum wird deutlich mehr Ausstellungsfläche eingeräumt, es entsteht ein neues Foyer sowie ein neuer Veranstaltungssaal für Kleinkunst und Lesungen. Schließlich erhalten Touristinfo, Theaterkasse und Garderobe auf der Westseite des Innenhofs einen angemessenen Platz. Den Innenhof sollen auch ein Restaurant auf der Südseite sowie Geschäfte beleben. Der Startschuss für die Generalsanierung des Asamkomplexes ist mit einem Baubeginnsfest am 12. April 2017 gefallen,  das Richtfest wurde am 27. Juni 2019 gefeiert. Etwa fünf Jahre Bauzeit sind kalkuliert.

Auch im Umfeld des denkmalgeschützten Gebäudes wird - zeitlich nach der Sanierung - einiges umgestaltet. Vor allem der heutige Hinterhof soll zu einem weiteren, attraktiven Veranstaltungsort unter freiem Himmel werden.

Illustrationen des Asamgebäudes nach der Sanierung


Gestaltungssatzung "Echt schön"

Die Freisinger Altstadt steht in ihrer Gesamtheit unter Ensembleschutz, zusätzlich sind viele Häuser als Einzeldenkmäler eingestuft. Unter dem Titel „Echt. Schön. Freising!“ hat der Stadtrat im Juli 2019 eine Gestaltungssatzung für die Innenstadt Freising beschlossen. Nicht nur Richtlinien sind darin festgelegt, es handelt sich vielmehr um ein Handbuch mit Gestaltungstipps, das viele Beispiele gelungener Sanierungen präsentiert und zudem private Bauherr*innen über Fördermöglichkeiten sowie Steuererleichterungen informiert. Ziel ist es, den historischen Gebäudebestand zu erhalten und zu pflegen, dass sich Veränderungen in den Bestand einfügen und die Innenstadt in ihren vielfältigen Funktionen gestärkt wird. Nicht zuletzt sollen mithilfe der Satzung die Genehmigungsverfahren für geplante Sanierungen vereinfacht werden. Zudem hat die Stadt ein Förderprogramm aufgelegt, das Hauseigentümer*innen in der Altstadt bei Sanierungsmaßnahmen finanziell unter die Arme greift.

Gestaltungshandbuch zum Download


Beleuchtungskonzept

Für eine stimmungsvolle, zurückhaltende Illumination der Altstadt wurde vom Stadtrat der "Masterplan Licht" am 31. Mai 2017 beschlossen. 

Eine moderne Beleuchtung soll eine angenehme (Wohlfühl-)Atmosphäre schaffen und die Orientierung erleichtern – ohne die Nachtruhe der Anwohner*innen durch blendendes Licht zu stören und den Nachthimmel künstlich aufzuhellen. Des Weiteren soll der Energieverbrauch möglichst gering und die Wartung nicht zu aufwendig sein. Diese und weitere Anforderungen berücksichtigt der „Masterplan Licht“. Umgesetzt wird der 180 Seiten umfassende Leitfaden in der Altstadt. Mit seiner Hilfe wird das nächtliche Stadtbild verbessert, markante Gebäude und weithin sichtbare Objekte werden ebenso wie die Zugänge zur Innenstadt betont. Dabei kommen energiesparende, langlebige LED-Leuchtmittel zum Einsatz.


Weitere Projekte

Anbindung Lerchenfeld: Der Neubau der Unterführung zwischen Erdinger Straße und Heiliggeistgasse steht ganz oben auf der Agenda, denn dieser Fuß- und Radwegtunnel ist wichtig für ganz Freising: Er verbindet als Nadelöhr die Innenstadt mit dem großen Stadtteil Lerchenfeld. Noch hakt es bei der Umsetzung leider an einer Eingung mit betroffenen Grundstückseigentümer*innen. Egal, welche der ausgearbeiteten Varianten zum Zug kommt: Es wird Rampen, Treppen und einen Aufzug geben – auf beiden Seiten.

Halt für Touristenbusse: Im Planungsausschuss des Stadtrats wurde am 13. Dezember 2017 das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie für eine kombinierte Reisebus- und Stadtbushaltestelle an der Johannisstraße vorgestellt. Hier können Sie den Kurzbericht auf unserer Nachrichten-Seite lesen. 

Weitere Maßnahmen (unter anderem): Beschilderungskonzept, Parken westliche Altstadt, Freiraumkonzept Domberg Süd.


Die Innenstadt-Neugestaltung wird im Städtebauförderungsprogramm "Aktive Zentren" mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern gefördert.

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