Im Zuge der Innenstadtkonzeption beschäftigt sich die Stadt Freising mit weiteren Projekten und Themen, deren Planung und Umsetzung vorangetrieben wird. Es folgt auf dieser Seite eine Übersicht mit Kurzbeschreibung wichtiger Punkte.

Haltestelle für Touristenbusse

Erste Überlegungen 2017: Im Planungsausschuss des Stadtrats wurde am 13. Dezember 2017 das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie für eine kombinierte Reisebus- und Stadtbushaltestelle an der Johannisstraße vorgestellt. Hier können Sie den Kurzbericht auf unserer News-Seite 2017 lesen. 

Update November 2020: Im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt wurde am 11. November 2020 von dem beauftragten Planungsbüro eine Studie zu alternativen Standorten für die Haltestelle vorgestellt. Nachdem die Vor- und Nachteile von insgesamt acht Alternativstandorten verglichen und abgewogen wurden, kamen Planungsbüro und Verwaltung übereinstimmend zu dem Ergebnis, den Standort für die Ein- und Ausstiegsmöglichkeit an der Johannisstraße zu belassen. Jedoch soll ein verstärktes Augenmerk auf den parkartigen Charakter des Ortes gelegt und die Flächenversiegelung minimiert werden. Der Bebauungsplan soll nicht angetastet werden; Baumfällungen sind nicht geplant. Diesem Vorschlag stimmten die Ausschussmitglieder mehrheitlich zu.

Planskizze: Wie die Grünfläche an der Johannisstraße ansprechend gestaltet werden soll, zeigt eine Planskizze, die auch die Verbesserungs- und Verschönerungsmaßnahmen im Umfeld präsentiert.


Asamgebäude

Das stark renovierungsbedürftige Asamgebäude wird grundlegend modernisiert und zum Kultur- und Bürgerzentrum. Saniert wird auch der wunderschöne Theatersaal. Dem Stadtmuseum wird deutlich mehr Ausstellungsfläche eingeräumt, es entsteht ein neues Foyer sowie ein neuer Veranstaltungssaal für Kleinkunst und Lesungen. Schließlich erhalten Touristinfo, Theaterkasse und Garderobe auf der Westseite des Innenhofs einen angemessenen Platz. Den Innenhof sollen auch ein Restaurant auf der Südseite sowie Geschäfte beleben. Der Startschuss für die Generalsanierung des Asamkomplexes ist mit einem Baubeginnsfest am 12. April 2017 gefallen,  das Richtfest wurde am 27. Juni 2019 gefeiert. Etwa fünf Jahre Bauzeit sind kalkuliert.

Auch im Umfeld des denkmalgeschützten Gebäudes wird - zeitlich nach der Sanierung - einiges umgestaltet. Vor allem der heutige Hinterhof soll zu einem weiteren, attraktiven Veranstaltungsort unter freiem Himmel werden.

Illustrationen des Asamgebäudes nach der Sanierung


Sanierungsgebiet Altstadt

Erweiterung des Sanierungsgebiets II Altstadt

Die Freisinger Innenstadt mit ihrem denkmalgeschützten Ensemble ist seit den frühen 1990-er Jahren Sanierungsgebiet (mehr zum Sanierungsgebiet Altstadt auf unserer Webseite freising.de). Nun soll es im Rahmen einer Sanierungssatzung auf Grundlage der Innenstadtkonzeption sowie dem Plan zur städtebaulichen Denkmalpflege neu festgelegt werden. 

Die dabei verfolgten Ziele befassen sich mit:

  • Nutzungsstruktur
  • Stadtgestalt
  • Freiraum
  • Gewässer
  • Verkehr und
  • Klimaschutz.

Mit Beschluss vom 14.04.2021 hat der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt den Entwurf der Sanierungssatzung II (Altstadt und Domberg Freising mit den frühen Siedlungserweiterungen) sowie die Darstellung des erweiterten Untersuchungsgebietes billigend zur Kenntnis genommen. Im Umgriff des Untersuchungsgebietes liegt das derzeitig rechtsverbindliche Sanierungsgebiet II „Altstadt“ mit den im Plan zur städtebaulichen Denkmalpflege vorgeschlagenen Gebietserweiterungen. So ist beabsichtigt, das Sanierungsgebiet im Osten und Westen zu erweitern: vom Lindenkeller und dem Schlangenweg über den Veitshof und die Moosacharme im Westen, den Bahnhofsbereich im Süden und den Volksfestplatz im Osten sowie noch den Johannispark. Die nachfolgende PDF-Datei zeigt einen Plan mit dem vorgesehenen Umgriff.

Vorteile erkennen und nutzen

Innerhalb von Sanierungsgebieten gelten steuerliche Erleichterungen nach einem erhöhten Satz als indirekte Finanzierungshilfen. Private Bauwillige sind an die Vorgaben der Gestaltungssatzung gebunden, dafür verkürzen sich aber im Einzelfall die Genehmigungsprozesse und zudem sind Förderungen nach dem kommunalen Förderprogramm sowie eine fachkundige Sanierungsberatung (mehr dazu auf der Infoseite zum Sanierungsgebiet Altstadt auf freising.de). An verschiedenen Stellen der Innenstadt können qualitätsvolle Gebäudesanierungen bereits bestaunt werden. Ein Quartiersmanagement kümmert sich um alle Belange in der Innenstadt, eine eigene Baustellenzeitung informiert über die laufenden Maßnahmen und auch in der städtischen Publikation "Jahresspiegel" werden Themen des Innenstadtumbaus regelmäßig aufgegriffen. Über einen eigenen Projektfonds können Ideen, deren Umsetzung der Innenstadt zu Gute kommen, finanziert werden.

Satzungsentwurf: öffentliche Auslegung und Beteiligung

Von 19. Mai bis 25. Juni 2021 liegen der Satzungsentwurf und die zugrundeliegenden Konzepte öffentlich aus im Referat für Bau, Planung und Liegenschaften der Stadt Freising, Amtsgerichtsgasse 1, Schaukasten im Treppenhaus im Obergeschoss zu folgenden Zeiten:
Montag bis Freitag: 8.30 bis 12 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 14 bis17.30 Uhr.
Ferner können Termine außerhalb der angegebenen Zeiten vereinbart werden. Die Pläne sind in dieser Zeit ebenfalls digital einsehbar.  

Von der Sanierung Betroffene können sich dazu äußern. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen schriftlich oder zur Niederschrift sowie per E-Mail an zPE-bauleitplanung@freising.de abgegeben werden.


Gestaltungssatzung "Echt schön"

Die Freisinger Altstadt steht in ihrer Gesamtheit unter Ensembleschutz, zusätzlich sind viele Häuser als Einzeldenkmäler eingestuft. Unter dem Titel „Echt. Schön. Freising!“ hat der Stadtrat im Juli 2019 eine Gestaltungssatzung für die Innenstadt Freising beschlossen. Nicht nur Richtlinien sind darin festgelegt, es handelt sich vielmehr um ein Handbuch mit Gestaltungstipps, das viele Beispiele gelungener Sanierungen präsentiert und zudem private Bauherr*innen über Fördermöglichkeiten sowie Steuererleichterungen informiert. Ziel ist es, den historischen Gebäudebestand zu erhalten und zu pflegen, dass sich Veränderungen in den Bestand einfügen und die Innenstadt in ihren vielfältigen Funktionen gestärkt wird. Nicht zuletzt sollen mithilfe der Satzung die Genehmigungsverfahren für geplante Sanierungen vereinfacht werden. Zudem hat die Stadt ein Förderprogramm aufgelegt, das Hauseigentümer*innen in der Altstadt bei Sanierungsmaßnahmen finanziell unter die Arme greift.

Gestaltungshandbuch zum Download


Beleuchtungskonzept

Für eine stimmungsvolle, zurückhaltende Illumination der Altstadt wurde vom Stadtrat der "Masterplan Licht" am 31. Mai 2017 beschlossen. 

Eine moderne Beleuchtung soll eine angenehme (Wohlfühl-)Atmosphäre schaffen und die Orientierung erleichtern – ohne die Nachtruhe der Anwohner*innen durch blendendes Licht zu stören und den Nachthimmel künstlich aufzuhellen. Des Weiteren soll der Energieverbrauch möglichst gering und die Wartung nicht zu aufwendig sein. Diese und weitere Anforderungen berücksichtigt der „Masterplan Licht“. Umgesetzt wird der 180 Seiten umfassende Leitfaden in der Altstadt. Mit seiner Hilfe wird das nächtliche Stadtbild verbessert, markante Gebäude und weithin sichtbare Objekte werden ebenso wie die Zugänge zur Innenstadt betont. Dabei kommen energiesparende, langlebige LED-Leuchtmittel zum Einsatz.


Weitere Projekte

Anbindung Lerchenfeld: Der Neubau der Unterführung zwischen Erdinger Straße und Heiliggeistgasse steht ganz oben auf der Agenda, denn dieser Fuß- und Radwegtunnel ist wichtig für ganz Freising: Er verbindet als Nadelöhr die Innenstadt mit dem großen Stadtteil Lerchenfeld. Noch hakt es bei der Umsetzung leider an einer Einigung mit betroffenen Grundstückseigentümer*innen. Egal, welche der ausgearbeiteten Varianten zum Zug kommt: Es wird Rampen, Treppen und einen Aufzug geben – auf beiden Seiten.

Weitere Maßnahmen (unter anderem): Beschilderungskonzept, Parken westliche Altstadt, Freiraumkonzept Domberg Süd.


Die Innenstadt-Neugestaltung wird im Städtebauförderungsprogramm "Aktive Zentren" mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern gefördert.

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